Der unbewusste Krieg im Alltag

Krieg gegen das Weibliche

Der Sinn für natürliche Schönheit ist eine weibliche Qualität . Die zwischenmenschliche Kooperation und Frieden in Familien und Gesellschaft sind Errungenschaften der Frauen im Matriarchat.

Die patriarchale Gewalt gegen das Weibliche, priesterliche Abstinenz und homophobe Männlichkeitsbilder erschweren es Männern, weiblichen Anteile in sich selbst zu kultivieren und in anderen anzuerkennen.  


Kriegssprache

Wir müssen die Konkurrenz vom Markt verdrängen . Unsere Preise sind Kampfpreise. Ich habe ein Attentat auf dich vor. Ich krieg noch fünf Euro von dir.

Sprache schafft Wirklichkeit. Der unbewusste Einsatz von Kriegssprache macht den vermeintlich friedlichen Alltag der Moderne zum unbewussten Kriegsschauplatz um Macht , Ansehen und Herrschaft. Der individuelle Vorteil von Einzelnen wird zum kollektiven Nachteil von Vielen.

Wenn wir beginnen, unserer Sprache bewusst und friedlich einzusetzen, beginnt Heilung auf allen Ebenen. 


Krieg und Konsum

Als Amazon-Soldat heizt der Mensch der Moderne in der Rolle des Konsumenten  den globalen Krieg um billige Arbeit und günstige Preise an. Sein Sold  ist die erpresste Differenz zwischen einem fairen  naturausgleichenden Preis und dem Marktpreis  für die Produkte, die er bestellt. Der Unterschied zwischen Konsument und Soldat liegt nur im Grad der Bewusstheit: Ein vereidigter  Soldat weiß, dass er tötet. Ein Konsument verdrängt den Zusammenhang oder weiß ihn nicht.


Krieg gegen Arbeitsplätze

Der neoliberale Verwertungskapitalismus vernichtet neben den einfache Jobs als Lagerarbeiter oder Busfahrer auch sicher geglaubte Arbeitsplätze im Büro. Die Digitalisierung , selbstlernende Maschinen und künstliche Intelligenz zeigen im Schatten kurzfristiger Vorteile im Namen der Wissenschaft langfristige Nachteile für die Menschen selbst.


Krieg gegen Wald

Gott erhalt uns den Wald. Der Wald ist für Menschen der Inbegriff von Herkunft und Verwurzelung mit Mutter Erde. Wir essen den Regenwald in Amazonien, wenn wir Tiere in Europa mit Soja aus Südamerika füttern und sie dann in Stücken auf den deutschen Grill werfen. 


Krieg gegen Vielfalt

Das Sterben der Arten ist die Unart des Patriarchats. Es ist keine Kunst, das Leben zu töten. Es ist eine Kunst, das Leben zu erhalten. Wenn die Vielfalt der Natur stirbt, gewinnt die Einfalt des Menschen die Oberhand. Dann werden wir weinen und wissen: Es ist zu spät.


Krieg gegen Tiere

Die Schlachthäuser der Moderne haben die Schlachtfelder der Weltkriege abgelöst.

Die Gewalt gegen das Lebendige hat andere Formen angenommen

Omnizid

Das Patriarchat als Gesellschaftsform ist auf dem Weg zur kollektiven Selbstvernichtung des Menschen, getrieben von seiner Illusion eines linearen Weltbildes mit endlosem Naturverbrauch und Wachstum. Das Experiment der Herrschaft der Väter wurde vor ca 6.000 Jahren begonnen und zeigt sich als global  scheiterndes Modell

Wenn wir kollektiv überleben wollen, dürfen wir uns an friedliche Formen des Zusammenlebens im Matriarchat erinnern. Die Fähigkeit zur friedlichen Kooperation ist in uns Menschen als genetisches Erbe angelegt.