Wenn
der Krieg der Vater aller Dinge
sein soll, dann ist
der Frieden die Mutter allen Daseins. 
Dinge vergehen,
Dasein verweilt. 

Carsten Schubert

Seit wann gibt es Krieg?

Unsere Vorfahren lebten über Zehntausende Jahre bis zu ihrer Seßhaftwerdung vor ca. 15.000 Jahren im Frieden. Es ist die erste große Kulturleistung des Menschen im Matriarchat, Gewalt und Konkurrenz zu Gunsten der Kooperation und des Überlebens in der Gruppe zu begrenzen. Es galt ein rhythmisches, an den Zyklen der Natur ausgerichtetes Weltbild.

Vor ca. 6000 Jahren zwang eine Klimaveränderung unsere seßhaft gewordenen Ahnen, neues fruchtbares Weideland für ihre Herden zu finden. Sie stießen auf Nachbarn, welche dieses Land bereits bewirtschafteten. Gewalt gegen Nachbarn, Frauen und Kinder wurde gesellschaftsfähig und der Krieg als Kulturtechnik über die Jahrtausende im Patriarchat verfeinert. Ein lineares, auf Wachstum basierendes Weltbild entstand. 

Auf seelischer Ebene geht dieses patriarchale Gesellschaftskonzept mit viel Schmerz einher, der als Trauma in den Zellen eine Jeden rund um den Globus gespeichert ist. Es ist heute für uns Menschen erneut eine Überlebensfrage, Kooperation wie unserer Vorfahren vor sehr langer Zeit zu praktizieren. Einen Ausweg aus dem Dilemma bietet die Versöhnung mit allem, was war und ist. Erst dann wird die Energie frei, die wir für die Entdeckung es guten Neuen brauchen.